Die Asiatische Hornisse geht uns alle an

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder,
Liebe Bienenfreunde,

wie Sie sicherlich bereits wissen, ist die Asiatische Hornisse (*Vespa velutina*) inzwischen auch im Gebiet zwischen Rems und Murr angekommen. Diese invasive Art entwickelt sich zunehmend zu einem Problem für Natur und Landwirtschaft. Aufgrund ihres großen Nahrungsbedarfs gefährdet sie insbesondere die heimische Artenvielfalt. Um Schäden einzudämmen, sind die örtlichen Imkervereine auf die Mithilfe ihrer Mitglieder – aber auch der Bevölkerung – angewiesen.

Seit 2004 breitet sich die Asiatische Hornisse in Europa aus. Zu ihrer Beute zählen unter anderem Wildbienen, Honigbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Im Umfeld ihrer Nester können Obst- und Honigerträge deutlich zurückgehen, da bestäubende Insekten intensiv bejagt werden. Landwirte aus bereits betroffenen Regionen berichten zudem von erheblichen Schäden im Obst- und Weinbau. Aus diesen Gründen hat der Vorstand der Bekämpfung dieser invasiven Art höchste Priorität eingeräumt.

Während wir die Öffentlichkeit zeitnah über die lokalen Medien informieren werden, werden wir unsere Mitglieder immer aktuell und regelmäßig durch Veranstaltungen etc. persönlich informieren und auf das Thema vorbereiten.

Die 1. Informationsveranstaltung hat am 23.02.2026 mit den folgenden Schwerpunktthemen stattgefunden (weitere werden folgen):
Docht-/Locktopf (Anleitung, Handhabung, Rezept und Verteilung)
Eliminierung von Königinnen und Beseitigung von Primärnestern

Die Königinnen verlassen ab Ende Februar/Anfang März ihre Winterverstecke, um neue Völker zu gründen. In dieser Phase ist besondere Aufmerksamkeit gefragt. Die Königinnen errichten zunächst kugelförmige sogenannte Primärnester (ca. 15 cm) in geschützten Bereichen wie Schuppen oder Garagen. Ab etwa Mai entstehen größere Sekundärnester (bis zu 100 cm Durchmesser) mit bis zu 2.000 Tieren. Diese befinden sich häufig in hohen Bäumen, aber auch in Hecken, Sträuchern oder am Boden.

Die Bekämpfung erfolgt daher in zwei Phasen:
Zunächst liegt der Schwerpunkt auf dem Abfangen der Königinnen und der Beseitigung kleiner Primärnester. Jede entfernte Königin verhindert die Entstehung eines späteren Sekundärnestes. Das praktische Vorgehen wird in der Informationsveranstaltung ausführlich erläutert.

Die Entfernung von Sekundärnestern wird zu einem späteren Zeitpunkt – im Sommer – gezielt organisiert.

Wichtig ist, die Asiatische Hornisse eindeutig zu erkennen, um Verwechslungen mit der geschützten heimischen Hornisse zu vermeiden. Eine entsprechende Gegenüberstellung finden Sie im Anhang.

**Ihr Vorstand**